Twitternde Bischöfe

Auch wenn der Kölner Kardinal Woelki sich sicher ist, dass die Kirche nicht an der Nutzung moderner Kommunikationsmittel, ferner den Sozialen Medien, vorbeikommt, wenn sie viele Menschen mit ihrer Botschaft erreichen will, so ist es dennoch selten bis ungewöhnlich, dass deutsche Bischöfe über eigene Accounts auf Facebook und Twitter verfügen. Zu groß erscheint die Sorge, einem Fake aufzusitzen oder sich Trolle einzufangen, zu sicher scheint wohl die Annahme, dass pastorale Arbeit nur von Angesicht zu Angesicht möglich sei und echte Seelsorge nicht im Netz stattfinden könne.

Gerade die Plattform Twitter, wo digitale Vernetzung und Meinungsbildung nicht erst seit Donald Trump eine nicht zu unterschätzende Rolle auch im realen politischen Diskurs einnehmen, wird von Kirchenoberen als unsicheres Terrain wahrgenommen, in welchem schnelle und zugespitzte Äußerungen in 140 bzw. 280 Zeichen statt rhetorisch ausgefeilte und abwägende Hirtenbriefe ermöglicht werden.

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Digitalisierung“ im Landtag NRW

Zum elften Mal fand Landtag.Live der Kolpingjugend NRW statt. Teilnehmende aus den verschiedenen Teilen Nordrhein-Westfalens hatten eine Woche lang die Möglichkeit, einen Einblick in die Arbeit des Landtages und des „Drumherum“ zu bekommen. Das Schwerpunktthema der Woche war natürlich Digitalisierung.

Kolpingjugend im Landtag NRW
Empfangen und begrüßt wurden die Teilnehmenden von Landtagspräsident und Kolping-Bruder André Kuper. (Bildrecht: Landtag NRW)

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Isidor von Sevilla – der crowdgesourcete Patron des Internets

Isidor von Sevilla, Patron des Internets
Isidor von Sevilla, Patron des Internets (Lizenz: Tony Rezk/katholisch.de, CC-BY-SA 4.0)

Für und gegen alles gibt’s Schutzpatrone: um Windpocken kümmert sich der Apostel Matthias, für Frostbeulen ist die nikomedische Märtyrin Basilissa zuständig. Journalist*innen können sich vertrauensvoll an Franz von Sales wenden, Fernsehen hat Klara von Assisi in ihrem Portfolio. Auch die Jugendverbände sind gut behütet: Thomas Morus für die KjG, Ignatius von Loyola für J‑GCL und KSJ, und die Kolpingjugend und die (D)PSG tragen den Patron gleich im Namen. Nur das Internet: Das muss noch ohne einen offiziellen Patron auskommen. Warum eigentlich?
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Schnelles Internet muss Grundrecht sein!

Unser Alltag wird unaufhaltsam digitaler. Im Beruf und privat, bei Behördengängen, bei der Navigation, beim ständigen Griff zum Smartphone in unserer Tasche. Eine ganze Generation junger Menschen kennt das auch gar nicht anders – das Internet war ja schon immer da und ist schlicht eine Selbstverständlichkeit. Es ist nicht immer einfach, gestandenen und etablierten PolitikerInnen älteren Semesters diese neue Sicht auf unsere Welt zu vermitteln, sie ist aber gelebte Wirklichkeit, die wir täglich in den Jugendverbänden spüren und erfahren. „Schnelles Internet muss Grundrecht sein!“ weiterlesen

Die App „#beimir“ – Leid und Erlösung digital?

Ist eigentlich das Smartphone das richtige Gerät, eine App das richtige Medium, wenn es um echte Beziehung geht? Wenn es existentiell wird? Wenn es um meinen Schmerz, mein Leid geht? Und um Jesus? Und sogar um sein Kreuz?

Klar, ist doch Alltag, das Gerät!“ vs. „Nein! Ist doch unwürdig für diese Fragen, das Ding!“ – etwa so sind die Feedbacks für die App #beimir des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend. Gut so! Das zeigt, dass es um die wesentlichen Dinge geht. „Die App „#beimir“ – Leid und Erlösung digital?“ weiterlesen

Digitalisierung als Fortschritt? – ein Praxistipp

Irgendwo im Spannungsfeld zwischen ewigen Bewahrern à la Heimatmuseum und den Flugtaxipilotinnen, die in naher Zukunft auf ihrem Weg von München nach Berlin an der Shell-Tanke bei der großen Bärin Bifi kaufen werden, liegt die Leistung der Digitalisierung. Während alles Wissen immer und fast überall verfügbar ist und sich Dinge – wie es Rilke sich einst wünschte – vernetzen, steigt die Abhängigkeit vom kleinen Helfer im Alltag, Arbeitsplätze scheinen bedroht und miteinander zu sprechen bedeutet mittlerweile aneinander vorbei zu schreiben. So gilt es in vielerlei Kontexten abzuwägen, an welcher Stelle ein Mehrwert durch Digitalisierung erreicht werden kann. An die Lebenswelt von digital natives anzuschließen kann motivierend, Unternehmensstrategie oder einfach nur sinnlos sein. „Digitalisierung als Fortschritt? – ein Praxistipp“ weiterlesen

Geschichten erzählen 4.0 – Impressionen von der Tagung „Kirche im Web 2018“

Am 15./16. März fand in der katholischen Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart die Tagung „Kirche im Web 2018“ statt. Beim „Familientreffen“ der evangelischen und katholischen Webszene stand dieses Mal das Thema „Digitales Storytelling“ im Mittelpunkt. Das BDKJ-Webteam und die AG Digitale Lebenswelten waren durch @cschnaubelt bei #kiw18 vertreten. Dabei konnte man entdecken, dass in Punkto Geschichtenerzählen auch im digitalen Zeitalter das Lagerfeuer nach wie vor die beste Wahl ist für Storytelling ist. Und sei es am digitalen Lagerfeuer… „Geschichten erzählen 4.0 – Impressionen von der Tagung „Kirche im Web 2018““ weiterlesen

Die EU fördert öffentliches WLAN – wie sieht’s mit freien Netzen aus?

Am Dienstag hat die EU-Kommission den Start des Projekts #wifi4eu verkündet: 15.000 Euro Startfinanzierung für öffentliche WLAN-Zugänge in Parks, Plätzen, öffentlichen Gebäuden, Bibliotheken und Gesundheitszentren. In der ersten Förderrunde können sich Gemeinden um die WLAN-Gutscheine bewerben. Voraussetzungen gibt es relativ wenige: „Der Hochgeschwindigkeits-Breitbandinternetanschluss sollte den Nutzern ein hochwertiges Surferlebnis bieten, und der Antragsteller muss einen entsprechenden Vertrag für mindestens drei Jahre abschließen“, heißt es in der FAQ-Liste zu #wifi4eu.

Marija Gabriel, EU-Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, stellt #wifi4eu vor.
Marija Gabriel, die EU-Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, stellt #wifi4eu vor. (Foto: Felix Neumann, CC-BY-SA 4.0)

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72-Stunden-Aktion digital: Muss das sein? 

Sind auch schon digital unterwegs: Stoppi und Sabiene, die Maskottchen der 72-Stunden-Aktion
Sind auch schon digital unterwegs: Stoppi und Sabiene, die Maskottchen der 72-Stunden-Aktion

Die 72-Stunden-Aktion des BDKJ ist vieles: Sozialaktion, Werbung für Kirche, Spaßfaktor für die einen und Arbeitsfrust für die anderen. Vor allem aber ist sie ein fantastisches Beispiel für Vernetzungsarbeit. Was in 72 Stunden an Output gelingt, ist Resultat massiven Inputs im Vorfeld; Input insbesondere im Bereich des Netzwerkens.

Vernetzung müsste uns bei kirchens ja besonders am Herzen liegen: Wo ständig von „Gemeinschaft“ die Rede und Kommunion das höchste ist, ist der Schritt zur „Community“ nicht nur folgerichtig, sondern vermeintlich wesentlich. Umso verwunderlicher, dass Kirche und Netz sich immer noch in neugieriger Distanz zueinander befinden. Das gilt auch für die 72-Stunden-Aktion des BDKJ. „72-Stunden-Aktion digital: Muss das sein? “ weiterlesen

#BKDJvernetzt besucht iRights

Verbraucherschutz – ich gebe es zu: Dieses Wort langweilt mich. Normalerweise. Die Menschen von iRights, vor denen wir gerade sitzen, erzählen aber etwas von digitalem Verbraucherschutz: „Wir setzen uns für die digitale Mündigkeit des Einzelnen ein!“. Jetzt werde ich hellhörig.

© iRights.info

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