Lobby mit Blog: Digitalisierung verändert Meinungsbildung

Interessenverbände stehen wie alle anderen Organisationen vor großen Herausforderungen, wenn sie sich dem digitalen Wandel stellen wollen. Das betrifft auch die sozialpolitische Interessenvertretung. Und hier zeichnet sich gerade ein Paradigmenwechsel ab.

Sozialpolitische Interessenvertretung geschieht in Verbänden seit ihrer Entstehung in Gremien. Analog den Strukturen, die wir auch aus der Politik kennen, stimmen sich Menschen in Kommunen, Landes‐ und Bundesarbeitsgemeinschaften ab und bearbeiten in Diskussionsprozessen wichtige Positionen.

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Die Schnelllebigkeit der Zeit bewirkt jedoch – das macht uns die Politik vor -, dass politische Entscheidungsprozesse mittlerweile auch auf anderen Kanälen zustande kommen. Die amerikanischen Wahlkämpfe belegen das mit guten und schlechten Beispielen wie Wahlkämpfe überhaupt. Aber nicht nur das. Auch Koalitionsverhandlungen und Gesetzgebungsverfahren finden mittlerweile im Internet statt.

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Viel Aufwand für ein datenschutzkonformes DiKo‐Foto

Sieht aus wie das übliche Gruppenfoto von vielen Konferenzen – dabei steckt da einiges mehr an Arbeit dahinter: Denn die KjG Freiburg bemüht sich, datenschutzkonform auf ihrer Diözesankonferenz zu fotografieren. DiKo‐Fotograf David Gwosch erzählt die Geschichte zum Bild:

Gruppenbild der DiKo der KjG Freiburg
#DikoFR Gestern hat unsere Außerordentliche Diözesankonferenz in Karlsruhe statt gefunden und wir waren begeistert, wie viele Vertreter*innen ihrer Dekanatsverbände gekommen sind. (Quelle: David Gwosch/KjG Freiburg)

Jaja, es wär schon witzig, wenn’s nicht so traurig wär. Wir haben uns im vorhinein überlegt, dass wir uns aufgrund der neuen Datenschutzgesetze nicht das Gruppenbild kaputt machen wollen. Immerhin sind es genau solche Bilder, die eine Diözesankonferenz für die Außenwelt erst erlebbar machen. „Viel Aufwand für ein datenschutzkonformes DiKo‐Foto“ weiterlesen

Das ist die TINCON – und deshalb solltest Du unbedingt hin

Spielekonsolen, Bällebad und Netzvorbilder zum Anfassen – das gab’s auf der TINCON in Berlin. Die TINCON nennt sich vollständig „Teenageinternetworkconvention“ und beschäftigt sich mit neuen Technologien, digitaler Netzkultur, Internet‐Plattformen und der Zukunft unserer Gesellschaft – ein bisschen wie dieser Blog als dreitägiges Event. Eine Beschreibung der TINCON könnt ihr im Netz selbst nachlesen – in diesem Beitrag will ich aber für euch aufschreiben, weshalb ihr bei der nächsten TINCON selber dabei sein wollt!

TINCON - teenageinternetwork convention
TINCON – teenageinternetwork convention – Das Festival für digitale Jugendkultur, die Gesellschaftskonferenz für Jugendliche von 13 bis 21 Jahren am 10. Juni 2017 im Columbia Theater in Berlin. (Foto: Gregor Fischer/TINCON)

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#instapray – How to pray at Instagram

Beten geht überall. Auch auf Instagram. Das hat das Glaubensportal YOUPAX getestet und einige Tipps aufgeschrieben.

Genauso wie Beauty‐Tipps eignen sich für Instagram kurze Tutorials zum Beten. Vor Ostern habe ich das zum ersten Mal für YOUPAX – das junge Glaubensportal des Erzbistums Paderborn – getestet. Inspiriert vom Morgengebet „Twaudes“ auf Twitter habe ich ein Morgengebet für die Instagram‐Stories entwickelt.

Das Glaubensportal YOUPAX vom Erzbistum Paderborn macht Morgengebete auf Instagram.
Das Glaubensportal YOUPAX vom Erzbistum Paderborn macht Morgengebete auf Instagram.

Die Twaudes ist meistens aufgebaut wie eine klassische Laudes. Mit Psalmen, Kurzlesung und Vater Unser. Das funktioniert auf Twitter gut, weil Twitter ein Medium ist, das mit Text arbeitet. Auf Instagram geht Text gar nicht. Da muss die Botschaft eines Textes über ein Bild oder ein Video rüberkommen. Da kann der Text nur unterstützend wirken. Aus dem #instapray‐Test haben wir in der YOUPAX‐Redaktion aber noch mehr gelernt.

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Leistungsschutzrecht und Upload‐Filter: Das Internet wird abgewürgt!

Ein Ausschuss des Europäischen Parlaments entscheidet am 20. Juni, wie das Internet in Zukunft aussehen wird. Das kann auch schief gehen. Wir erklären kurz, was auf dem Spiel steht:

#nouploadfilter
(Christian Schneider – http://haltdieklappe.com/, CC BYSA 4.0, Link)

Hochproblematisch in der aktuellen Urheberrechtsreform sind zwei Bestandteile: Das Leistungsschutzrecht und Upload‐Filter, die klare negative Auswirkungen auf die freien Entfaltungsmöglichkeiten im Internet hätten. (Auf Twitter wird unter #Uploadfilter, #lsr oder #fixcopyright dazu diskutiert.) „Leistungsschutzrecht und Upload‐Filter: Das Internet wird abgewürgt!“ weiterlesen

Praxistipp: Feinstaubsensor basteln

Warum Feinstaubsensoren basteln, werden sich viele fragen: Ich wohne doch auf dem Land, bei uns ist eh wenig Verkehr und mit Computern haben die Kinder eh genug zu tun.

Beim Feinstaubsensorenbasteln
Sebastian Müller (3. v.l.) beim Sensorenbasteln. (Foto: Fionn Große)

Begonnen hat das Projekt luftdaten.info 2016 in der Region Stuttgart. Das Ziel: aus dem Thema dreckigen Thema „Feinstaub“ ein gutes Projekt zu machen, bei dem sich Menschen um nachhaltiges und gesundes Leben, sinnvollen Umgang mit Digitalisierung, Smart City und „Civic Tech“ Gedanken machen.

Mitmachen können alle: Mit einem Bausatz kann jede*r einen eigenen Feinstaubsensor bauen und die Daten teilen. „Praxistipp: Feinstaubsensor basteln“ weiterlesen

iRights.Lab: Chancen von Algorithmen und Künstlicher Intelligenz

Dass die Digitalisierung und der damit verbundene technologische Fortschritt Auswirkungen auf unsere Gesellschaft hat wie kaum eine Entwicklung seit der Industrialisierung im 18. Jahrhundert, ist nicht nur eine gerade im politischen Kontext häufig formulierte Binsenweisheit, sondern in nahezu allen Lebensbereichen zu fast jeder Tages‐ und Nachtzeit erlebbar.

Soziale Netzwerke wie Facebook und Messengerdienste wie WhatsApp haben unser Kommunikationsverhalten grundlegend verändert und oftmals ist eine problematische Sammlung und Auswertung personenbezogener Daten mit der Nutzung solcher Plattformen verbunden.

Dennoch sind mit Risiken immer auch immense Chancen verbunden und jede gesellschaftliche oder technologische Revolution bringt immer auch mit sich, dass zwei Seiten einer Medaille gesehen und der Gesamtwert betrachtet werden muss.

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Talkshow über die Bildungsarbeit – Live auf YouTube

Das Kurssofa der KjG Rottenburg‐Stuttgart

Als Diözesanverband der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) stehen wir immer wieder vor der Herausforderung wie wir mit unseren Inhalten unsere vielen Mitglieder vor Ort in den Gemeinden und Dekanaten erreichen. Fortbildungsangebote wie Studientage sind häufig schlecht besucht, was auch an langen Anfahrtswegen und Terminschwierigkeiten liegt. Unser Arbeitskreis Bildung begegnet diesen Problemen jetzt mit einem innovativen Konzept.

Mit unserem Format KjG‐Kurssofa machen wir unsere eigene Talkshow. In ca. 60 Minuten wird ein Thema aus der Bildungsarbeit diskutiert. Zu Gast sind dabei ein Mitglied unseres Arbeitskreises und zwei Kursteamer*innen mit langjähriger Erfahrung aus unserem Bekanntenkreis. Übertragen wird das ganze live auf YouTube, so dass Kursteamer*innen aus dem ganzen Bundesgebiet zuschauen können. Das Thema der Sendung bestimmen wir im Voraus in unserer Facebookgruppe. Dort und im Livechat sammeln wir auch die Fragen und Kommentare unserer Zuschauer*innen, die wir dann in der Sendung aufgreifen. Somit verhindern wir, dass unser Angebot eine informative Einbahnstraße bleibt, sondern binden die Zuschauer*innen aktiv ein. Und wer den Termin verpasst hat, schaut ganz einfach die Wiederholung.

Die technische Umsetzung ist verhältnismäßig einfach. Das Bild nehmen wir mit zwei USB‐Webcams auf. Der Ton kommt von einem Mikrofon, das über ein USB‐Audiointerface am Laptop angeschlossen ist. Als Software verwenden wir Gameshow – ein Programm, das die Video‐ und Tonsignale zusammenführt, Einblendungen und Einspieler ermöglicht und dann den fertigen Stream an YouTube überträgt. An einem zweiten Laptop sitzt dann unsere Redaktion, die den Chat live mitliest und interessante Kommentare und Fragen per Google Docs direkt auf das Tablet der Moderation spielt.

Behind the scenes: Der Regieraum

Wer jetzt neugierig geworden ist kann die bisher produzierten Folgen auf unserem Kanal nachschauen. Aktuell ist Folge 2 zum Thema „Meine Person – wie tief kann ich gehen?“

Digitalisierung“ im Landtag NRW

Zum elften Mal fand Landtag.Live der Kolpingjugend NRW statt. Teilnehmende aus den verschiedenen Teilen Nordrhein‐Westfalens hatten eine Woche lang die Möglichkeit, einen Einblick in die Arbeit des Landtages und des „Drumherum“ zu bekommen. Das Schwerpunktthema der Woche war natürlich Digitalisierung.

Kolpingjugend im Landtag NRW
Empfangen und begrüßt wurden die Teilnehmenden von Landtagspräsident und Kolping‐Bruder André Kuper. (Bildrecht: Landtag NRW)

Digitalisierung“ im Landtag NRWweiterlesen

Schnelles Internet muss Grundrecht sein!

Unser Alltag wird unaufhaltsam digitaler. Im Beruf und privat, bei Behördengängen, bei der Navigation, beim ständigen Griff zum Smartphone in unserer Tasche. Eine ganze Generation junger Menschen kennt das auch gar nicht anders – das Internet war ja schon immer da und ist schlicht eine Selbstverständlichkeit. Es ist nicht immer einfach, gestandenen und etablierten PolitikerInnen älteren Semesters diese neue Sicht auf unsere Welt zu vermitteln, sie ist aber gelebte Wirklichkeit, die wir täglich in den Jugendverbänden spüren und erfahren. „Schnelles Internet muss Grundrecht sein!“ weiterlesen