Talkshow über die Bildungsarbeit – Live auf YouTube

Das Kurssofa der KjG Rottenburg‐Stuttgart

Als Diözesanverband der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) stehen wir immer wieder vor der Herausforderung wie wir mit unseren Inhalten unsere vielen Mitglieder vor Ort in den Gemeinden und Dekanaten erreichen. Fortbildungsangebote wie Studientage sind häufig schlecht besucht, was auch an langen Anfahrtswegen und Terminschwierigkeiten liegt. Unser Arbeitskreis Bildung begegnet diesen Problemen jetzt mit einem innovativen Konzept.

Mit unserem Format KjG‐Kurssofa machen wir unsere eigene Talkshow. In ca. 60 Minuten wird ein Thema aus der Bildungsarbeit diskutiert. Zu Gast sind dabei ein Mitglied unseres Arbeitskreises und zwei Kursteamer*innen mit langjähriger Erfahrung aus unserem Bekanntenkreis. Übertragen wird das ganze live auf YouTube, so dass Kursteamer*innen aus dem ganzen Bundesgebiet zuschauen können. Das Thema der Sendung bestimmen wir im Voraus in unserer Facebookgruppe. Dort und im Livechat sammeln wir auch die Fragen und Kommentare unserer Zuschauer*innen, die wir dann in der Sendung aufgreifen. Somit verhindern wir, dass unser Angebot eine informative Einbahnstraße bleibt, sondern binden die Zuschauer*innen aktiv ein. Und wer den Termin verpasst hat, schaut ganz einfach die Wiederholung.

Die technische Umsetzung ist verhältnismäßig einfach. Das Bild nehmen wir mit zwei USB‐Webcams auf. Der Ton kommt von einem Mikrofon, das über ein USB‐Audiointerface am Laptop angeschlossen ist. Als Software verwenden wir Gameshow – ein Programm, das die Video‐ und Tonsignale zusammenführt, Einblendungen und Einspieler ermöglicht und dann den fertigen Stream an YouTube überträgt. An einem zweiten Laptop sitzt dann unsere Redaktion, die den Chat live mitliest und interessante Kommentare und Fragen per Google Docs direkt auf das Tablet der Moderation spielt.

Behind the scenes: Der Regieraum

Wer jetzt neugierig geworden ist kann die bisher produzierten Folgen auf unserem Kanal nachschauen. Aktuell ist Folge 2 zum Thema „Meine Person – wie tief kann ich gehen?“

Digitalisierung als Fortschritt? – ein Praxistipp

Irgendwo im Spannungsfeld zwischen ewigen Bewahrern à la Heimatmuseum und den Flugtaxipilotinnen, die in naher Zukunft auf ihrem Weg von München nach Berlin an der Shell‐Tanke bei der großen Bärin Bifi kaufen werden, liegt die Leistung der Digitalisierung. Während alles Wissen immer und fast überall verfügbar ist und sich Dinge – wie es Rilke sich einst wünschte – vernetzen, steigt die Abhängigkeit vom kleinen Helfer im Alltag, Arbeitsplätze scheinen bedroht und miteinander zu sprechen bedeutet mittlerweile aneinander vorbei zu schreiben. So gilt es in vielerlei Kontexten abzuwägen, an welcher Stelle ein Mehrwert durch Digitalisierung erreicht werden kann. An die Lebenswelt von digital natives anzuschließen kann motivierend, Unternehmensstrategie oder einfach nur sinnlos sein. „Digitalisierung als Fortschritt? – ein Praxistipp“ weiterlesen

Für Kurzentschlossene: Workshop Daten & digitale Tools in der Jugendarbeit

Was sind Daten? Wie können sie in der Jugendarbeit genutzt werden? Wie kann ich sie einfach analysieren und visualisieren?

Zu diesen Fragen lädt die Open Knowledge Foundation interessierte Fachkräfte aus der Jugendarbeit am 7. und 8. Dezember, jeweils von 10 bis 15 Uhr, nach Berlin ein. (Unterkunft und Fahrtkosten werden übernommen.)

?Mehr Informationen und die Anmeldung gibt’s bei der Open Knowledge Foundation

Klicktipp: Medienpädagogik Praxis Blog

Mit dem Smartphone kurze Clips drehen, witzige Sprechblasen in Fotos einfügen und Memes gestalten oder mit Minecraft ganze Welten entstehen lassen: Wäre das nicht auch was für eine Gruppenstunde in einem Jugendverband?

Der Medienpädagogik Praxis Blog, herausgegeben von Eike Rösch (der selbst aus einem Jugendverband kommt), versammelt unzählige praktische Projekte, Klicktipps, Tools und Hintergrundinformationen zur medienpädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Ebenso bietet er kostenlosen Content, kostenlose Software und eine lange Liste von nützlichen Apps, die man für die niederschwellige medienpädagogische Arbeit im Jugendverband nutzen kann – oder die auch einfach ganz praktisch sind, wie zum Beispiel eine App mit Kinderliedern zur freien Verwendung (super geeignet als Wecklieder auf dem Gruppenleitungswochenende 😉 ). Für einige Tipps auf dem Blog lohnt es sich, Kooperationspartner_innen zu suchen: Wie wäre es zum Beispiel mit einem Ausflug in ein Fab Lab, um selbst mit dem 3D‐Drucker Keksausstecher herzustellen?

Die medienpädagogischen Möglichkeiten sind dann unbegrenzt, wenn man selbst kreativ wird, sich auf Neues einlässt und gemeinsam mit den Kids in der Gruppenstunde tüftelt, bastelt und lernt. Und das dürfte eine unserer Stärken in der Jugendverbandsarbeit sein, oder?

Mitbestimmung 2.0 – 3 nützliche Tools für den Konferenzalltag

Die nächste Konferenz kommt bestimmt – und mit ihr auch Berichte schreiben, Anträge diskutieren und Wahlen vorbereiten. Meist passiert das alles noch analog, doch mittlerweile gibt es ziemlich gute Tools, die euch das Konferenzleben deutlich vereinfachen: „Mitbestimmung 2.0 – 3 nützliche Tools für den Konferenzalltag“ weiterlesen

Resi, was gibt es Neues in der Welt?“

In Zeiten, in denen Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren immer seltener klassische Nachrichten in Zeitung, Fernsehen und Radio konsumieren und in denen Websites, Social Media und Apps um die knappe Aufmerksamkeit der jungen Leser/innen buhlen, wird es immer schwerer, überhaupt noch Nachrichten und Fakten zu platzieren. Eine mögliche Antwort sind interaktive Apps und Chatbots wie „Resi“. Diese versuchen Nachrichten – aufgeteilt in mehrere Chateinträge – zu verpacken und für die User/innen individualisierte Nachrichten anzubieten. Damit dies gelingt, lernen die Apps mit der Zeit aus den Themen‐Interessen der Nutzer/innen und passen die Nachrichten darauf an. Resi, was gibt es Neues in der Welt?““ weiterlesen

Tool‐Tipp: Einfach mit Trello

Ein sehr feines Tool für das digitale Arbeiten ist Trello. Trello besticht durch seine simple Funktionsweise und ist super einfach zu bedienen. Kein komplizierter Schnick‐Schnack mit langen Ladezeiten und 1.000 Klicks zum Ziel, sondern auf das Wesentliche reduziert.

Das Trello-Board zum Blog Digitale Lebenswelten
Das Trello‐Board zum Blog Digitale Lebenswelten © P. Schrage

Trello ist deswegen so einfach, weil es auf zwei Elementen aufbaut: Es gibt 1. Listen, denen man 2. Karten zuordnet. „Tool‐Tipp: Einfach mit Trello“ weiterlesen

Marketing‐Buzzword für die Praxis: „earned media“

Social Media in Organisationen heißt häufig: Wir machen eine Facebook‐Seite, dort posten wir Dinge. In der Regel funktioniert das mittelgut. Professionalisierung der Social‐Media‐Strategie heißt oft: Wir stellen jemanden ein, der*die das macht oder wir investieren in Facebook‐Werbung.

In Marketing‐Buzzwords ausgedrückt: Eigene Inhalte sind „owned media“, per Werbemittel promotete „payed media“. Das Problem: Eine konsequente, dauerhafte Content‐marketing‐Strategie, die auf owned media setzt, ist teuer und hat in der Regel sehr viel Konkurrenz. Payed media muß – Überraschung! – auch bezahlt werden.

Dabei ist die Stärke einer Mitgliederorganisation, also auch von Jugendverbänden, genau das: Mitglieder, die von ihrem Verband begeistert sind. In Kommunikationskonzepten kommen sie aber in der Regel nur als Empfänger*innen von Kommunikation vor, nicht als Sender*innen und Produzent*innen. „Marketing‐Buzzword für die Praxis: „earned media““ weiterlesen