(K)eine Hoffnung auf WhatsApp‐Nutzung?

Für katholisch.de habe ich den Vorsitzenden der Konferenz der Diözesandatenschutzbeauftragten, Andreas Mündelein, interviewt – also quasi den obersten kirchlichen Datenschützer. Eine Frage dabei natürlich: Wie geht’s weiter mit WhatsApp? Ein völliger Meinungswechsel war trotz Protesten natürlich nicht zu erwarten – aber immerhin: Es tun sich Wege auf.

WhatsApp
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Neues vom kirchlichen Datenschutz: Fotos, ein Buch und die Zeugen Jehovas

Beim kirchlichen Datenschutz ist einiges im Fluss – daher gibt’s auch immer wieder was neues. Für die praktische Arbeit besonders relevant ist eine Handreichung der Konferenz der Diözesandatenschutzbeauftragten zu Fotos – die beantwortet auch endlich eine der großen Streitfragen.

Private cat
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Katholische Publizist*innen gegen EU‐Leistungsschutzrecht und Uploadfilter

Am 5. Juli wird im EU‐Parlament zum Thema Urheberrecht abgestimmt. Machen die Abgeordneten dann unser schönes Netz kaputt? Leistungsschutzrecht und Uploadfilter bringen nichts und schaden allen – angeblich sollen aber Urheber*innen davon profitieren. Viele Journalist*innen-Verbände sind da leider eher still. Der katholische nicht: Heute hat die Gesellschaft Katholischer Publizisten (GKP) sich gegen diese Instrumente ausgesprochen.

Joachim Frank, Vorsitzender der Gesellschaft katholischer Publizisten
Joachim Frank ist Vorsitzender der Gesellschaft katholischer Publizisten. Die GKP ist ein Zusammenschluss von mehr als 500 Medienschaffenden. Auf der Basis des christlichen Glaubens trägt die GKP zur Meinungsbildung in der Öffentlichkeit bei, insbesondere zu Fragen der (kirchlichen) Medienarbeit.
(Foto: Felix Neumann, CCBYSA 4.0)

Uploadfilter kommen einer technischen Vorzensur gleich“, kritisiert der GKP‐Vorsitzende Joachim Frank. „Algorithmen können nicht entscheiden, ob tatsächlich eine Urheberrechtsverletzung vorliegt oder die Veröffentlichung durch das Zitatrecht oder andere Schranken des Urheberrechts zulässig ist.“ „Katholische Publizist*innen gegen EU‐Leistungsschutzrecht und Uploadfilter“ weiterlesen

Internet‐Seelsorge und kirchliche Social-Media-Expert*innen kritisieren kirchlichen Datenschutz

Seit gut fünf Wochen ist das Gesetz über den kirchlichen Datenschutz in Kraft. Immer noch ist die Verunsicherung groß, und viel Kritik wurde seither daran geäußert, auch hier im Blog.

Bei einer gemeinsamen Sitzung der Konferenz der Internetseelsorge und der Expertengruppe Social Media der publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz durfte das Thema natürlich nicht fehlen. Die beiden Gremeien haben nun eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht: „Datenschutz pragmatisch und pastoral verantwortet weiterentwickeln“ „Internet‐Seelsorge und kirchliche Social-Media-Expert*innen kritisieren kirchlichen Datenschutz“ weiterlesen

Digitale Lebenswelten bei der Jugendsynode – ein Blick ins Arbeitsdokument

Der Vatikan hat das „Instrumentum laboris“, das Arbeitsdokument für die Jugendsynode veröffentlich – auch digitale Lebenswelten spielen darin eine Rolle, wie schon im Bericht der Vorsynode. Wie dort – die Einschätzung des Vorsynodenberichts gab es auch hier im Blog – werden digitale Lebenswelten auch in den Unterlagen für die Synodenväter (und bei den „Vätern“ bleibt es weitgehend) sehr kritisch gesehen.

Bischöfe am Gerät
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Leider liegt das Dokument bisher nur auf italienisch vor – die entsprechenden Abschnitte haben wir daher (schon vor einer offiziellen Übersetzung) hier übersetzt (unten im Artikel), damit man sich selbst einen Eindruck verschaffen kann. „Digitale Lebenswelten bei der Jugendsynode – ein Blick ins Arbeitsdokument“ weiterlesen

Soll: Datenschutz, Ist: Kommunikationsverhinderung

WhatsApp‐Verbot für den Pfarrer, Fotos aus dem Sommerlager nur noch, wenn die Eltern hinterher jedes einzelne Bild freigeben, und Gottesdienste aus dem Freiburger Münster gibt es nicht mehr im Internet zu sehen: So zeigt sich gerade der kirchliche Datenschutz. Man hat den Eindruck: Hier werden wirklich Daten geschützt – und nicht Menschen, wie es eigentlich sein sollte.

Hush! (Pst!)
hush! flickr photo by Pixel Addict shared under a Creative Commons (BY) license

Jahrelang waren die Schlagworte in der Pastoral „nah bei den Menschen“, „niederschwellig“, „den Geruch der Schafe annehmen“. Dazu gehört auch, mit den Leuten so zu kommunizieren, wie das für sie selbst normal ist. Und das heißt heute: Selbstverständlich online, immer mehr und vor allem über WhatsApp. „Soll: Datenschutz, Ist: Kommunikationsverhinderung“ weiterlesen

So tot ist Facebook und was das für die Jugendarbeit bedeutet

Wie tot ist eigentlich Facebook? Gar nicht mal so tot. Nach wie vor ist es das größte und relevanteste soziale Netz. Allerdings: Facebook riecht komisch, zumindest für jüngere. „Facebook ist kein Ort der Leidenschaft mehr“, hat danah boyd schon vor Jahren festgestellt: Klar, wenn die Eltern und Lehrer*innen da auch sind, ist das Netz nicht mehr allzu sexy.

Das zeigen auch Studien zur Mediennutzung von Jugendlichen. Schon bei der JIM‐Studie 2017, die 12–19-jährige in Deutschland untersucht hat, lag Facebook auf Platz vier hinter YouTube, Whatsapp und Instagram (S. 35 im verlinkten PDF).

Vom amerikanischen Pew‐Institut kommen nun neue Zahlen für amerikanische Jugendliche – und da sieht es ganz ähnlich aus.

YouTube, Instagram and Snapchat are the most popular online platforms among teens
Facebook ist abgeschlagen bei den beliebtesten von Jugendlichen genutzten Netzen.
(Quelle: Pew Research Center)

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Gebetsanliegen des Papstes: Für ein Miteinander in Vielfalt in Sozialen Medien

Im Juni widmet sich Papst Franziskus in seinem Gebetsanliegen den sozialen Medien:

Dass die Menschen durch das Geschehen in den sozialen Netzwerken zu einem Miteinander finden, das die Vielfalt der Einzelnen respektiert.

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GKP: Rechtssicherheit für Öffentlichkeitsarbeit schaffen!

Joachim Frank, Vorsitzender der Gesellschaft katholischer Publizisten
Joachim Frank ist Vorsitzender der Gesellschaft katholischer Publizisten.
Die GKP ist ein Zusammenschluss von mehr als 500 Medienschaffenden. Auf der Basis des christlichen Glaubens trägt die GKP zur Meinungsbildung in der Öffentlichkeit bei, insbesondere zu Fragen der (kirchlichen) Medienarbeit.
(Foto: Felix Neumann, CCBYSA 4.0)

Immer noch ist unklar, was das neue Recht für Fotografen, Vereine und Pressestellen bedeutet“, sagt der Vorsitzende der Gesellschaft der katholischen Publizisten (GKP), Joachim Frank, kurz bevor das neue Datenschutzrecht in Kraft tritt.

Darf man eigentlich Fotos von öffentlichen Veranstaltungen veröffentlichen, auch wenn nicht alle zugestimmt haben, die auf dem Bild sind? Wenn ich ein Gebäude fotografiere und davor stehen zwei, drei Menschen: Muss ich die fragen, bevor ich das Foto poste? Bisher war die Antwort auf diese Fragen klar: Die Veröffentlichung ist kein Problem. Unter anderem das Kunsturhebergesetz (KUG) hat dafür gesorgt, dass das Recht am eigenen Bild nicht die Presse‐ und Meinungsfreiheit aushebelt. (Mehr dazu steht auch hier im Blog.) GKP: Rechtssicherheit für Öffentlichkeitsarbeit schaffen!“ weiterlesen

Der Heilige des Datenschutzes: St. Ivo, bitte für uns!

Rogier van der Weyden: Lesender Mann (St. Ivo?)
Der heilige Ivo auf einem Gemälde von Rogier van der Weyden. (Quelle: National Gallery London, CC BYNCND 4.0)

Bei katholisch.de habe ich über den heiligen Ivo, Patron des Datenschutzes, geschrieben – kaum einen Heiligen braucht’s dieser Tage vor dem Inkrafttreten von EUDSGVO und KDG dringender.

Gut vorbereitet seid ihr, wenn ihr unseren Artikel „Erste Hilfe Datenschutz im Jugendverband“ lest – und wenn das nicht hilft, gibt’s auch noch ein Gebet:

Guter Gott,

auf die Fürsprache des heiligen Ivo, Patron des Datenschutzes,
lass uns schweigen, wo es besser ist, nichts zu sagen,
und lass uns reden in Wahrheit und Güte.
Hilf uns, Gerechtigkeit zu üben,
und darüber die Barmherzigkeit nicht zu vergessen.
Gib uns die Gabe der Anteilnahme an unseren Nächsten
und bewahre uns vor Indiskretion und Neid.
Hilf uns, die Grenzen der anderen zu achten,
und öffne die Grenzen unseres Herzens.

Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn.

Amen.