Praxistipp: Feinstaubsensor basteln

Warum Feinstaubsensoren basteln, werden sich viele fragen: Ich wohne doch auf dem Land, bei uns ist eh wenig Verkehr und mit Computern haben die Kinder eh genug zu tun.

Beim Feinstaubsensorenbasteln
Sebastian Müller (3. v.l.) beim Sensorenbasteln. (Foto: Fionn Große)

Begonnen hat das Projekt luftdaten.info 2016 in der Region Stuttgart. Das Ziel: aus dem Thema dreckigen Thema „Feinstaub“ ein gutes Projekt zu machen, bei dem sich Menschen um nachhaltiges und gesundes Leben, sinnvollen Umgang mit Digitalisierung, Smart City und „Civic Tech“ Gedanken machen.

Mitmachen können alle: Mit einem Bausatz kann jede*r einen eigenen Feinstaubsensor bauen und die Daten teilen. „Praxistipp: Feinstaubsensor basteln“ weiterlesen

Fotos vom Pfingstlager – so klappt’s mit dem Datenschutz

Eine aktualisierte Fassung der rechtlichen Rahmenbedingungen und Tipps zur praktischen rechtlichen Umsetzung gibt’s bei Artikel91.eu (Stand Sommer 2021).

Die Pfingstferien stehen vor der Tür – damit geht die Lagersaison endgültig los. Freizeiten sind für viele Jugendgruppen die beste Gelegenheit, tolle Fotos für die Öffentlichkeitsarbeit zu machen – aber wie sieht das mit dem neuen Datenschutzrecht aus, das am 25. Mai (in der Kirche am 24. Mai) in Kraft tritt?

Die Kurzfassung: Die Rechte der Abgebildeten, im Freizeit-Fall also der Kinder (und damit ihrer Eltern, die für sie über die Foto-Einwilligung entscheiden) werden deutlich gestärkt – für das Freizeitteam heißt das: Es wird kompliziert.

Gegenlicht und Tiefenunschärfe
Hier wurden gleich drei Tricks für ein datensparsames Bild angewandt: Hin zur Action fotografieren, so dass man ins Bild dahin gezogen wird, wo alle hinschauen. Tiefenunschärfe durch eine niedrige Blende und Gegenlicht ohne Streulichtblende. Beides sorgt dafür, dass Menschen im Hintergrund, selbst wenn sie in die Kamera schauen, nicht erkennbar sind.

Wie immer: Wir können und werden hier keine Rechtsberatung leisten. Rechtlich kommt man auch nicht sonderlich weit – daher haben wir hier zusätzlich zu Links zu rechtlichen Hinweisen Praxistipps gesammelt, die das Problem pädagogisch und kommunikativ angehen.

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Praxistipp: Werwolf – a Privacy Friendly App

© SECUSO / TU Darmstadt

Jackpot: Der Spieleklassiker Werwolf als App, die gleichzeitig auch noch privatsphärefreundlich ist!

Werwolf (Privacy Friendly) verspricht eine ordentliche Spielleitung des beliebten Rollenspieleklassikers „Werwolf“. Die Handhabung ist einfach: Alle Beteiligten laden sich die kostenlose App (nur für Android) auf ihr Smartphone, eine Person startet das Spiel, die anderen treten per IP-Adressen-Suche dem Spiel bei, dann bekommen alle ihre Rollen zugewiesen. Ab sechs Personen funktioniert das Spiel so richtig gut. Bürger*innen und Werwölfe sind selbstverständlich, Hexen*r und Seher*innen gibt es optional. Jetzt leitet die App per Sprachausgabe das Spiel an. Das kennt man ja: „Es wird dunkel, die Nacht bricht herein. Schließt die Augen. Die Werwölfe erwachen aus ihrem Schlaf. Seht euch um und lernt euch kennen.“, usw, usw. Nerdhinweis: Die blecherne Computerstimme die aus dem Smartphone dringt und das Spiel anleitet, finde ich lustig, ist aber vermutlich für die meisten gewöhnungsbedürftig. Dass die IP-Adresse nicht per Copy-and-Paste verschickt werden kann, sondern diktiert werden muss, fällt mir gleich auf. Vermutlich wollen die Entwickler, dass man zumindest zu Beginn des Spieles einmal noch miteinander reden muss.

Spaß beiseite. Die App macht großen Spaß und tut genau das was sie tun soll: Werwolf anleiten. Punkt. Keine Werbung, minimale Zugriffsberechtigungen. Kein überflüssiger Schnickschnack. Geradezu perfekt für die privatsphärefreundliche Gruppenstunde! Und überhaupt, die Privatsphäre: Die Werwolf-App ist nur eine Applikation eines größeren Portfolios der Forschungsgruppe SECUSO der TU Darmstadt. Die haben sich nämlich der genaueren Untersuchung menschlichen Faktoren in den Bereichen Sicherheit und Privatsphäre verschrieben. Auf deren Seiten kann man nicht nur durch diverse Forschungsergebnisse klicken, sondern auch noch in deren Bestand der Privacy Friendly Apps stöbern. Die Privacy Friendly Schrittzähler App hat schon den Weg auf mein Smartphone gefunden.

Praxistipp für die Gruppenstunde: #Instakirche-Challenge

Instagram-Account @messdienerst.katharina
Der Instagram-Account der Messdiener/innen St. Katharina Hackenbroich: @messdienerst.katharina

Unsere Messdienerschaft hat seit ungefähr einem Jahr einen Instagram-Account. In diesem Jahr haben immer nur wir Gruppenleiter/innem Fotos gemacht und hochgeladen. Da kam uns die Idee, einen Fotowettbewerb zu veranstalten, bei dem unsere Gruppenkinder im Alter von 8 bis 13 Jahren mit Kameras und Handys ausgestattet in und um unsere Kirche herum Fotos machen durften. „Praxistipp für die Gruppenstunde: #Instakirche-Challenge“ weiterlesen

Buchtipp: Making-Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen

Um mit Technik selbst kreativ zu werden, braucht es keine große Entwicklungsabteilung und keine eigene Produktionsanlage in Fernost – „Maker-Kultur“ passt auch in die Gruppenstunde oder ins Ferienlager. „Making“, das bedeutet kreativen Umgang mit Technik; basteln, umbauen, Dinge verstehen; die „Black box“ öffnen und neu zusammenzulöten.

Cover von "Making-Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen"
Sandra Schön, Martin Ebner und Kristin Narr (2016) (Hrsg.): Making-Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen.
Handbuch zum kreativen digitalen Gestalten, CC BY DE 3.0.

Wie das mit Kindern und Jugendlichen geht, zeigt ein von Sandra Schön, Martin Ebner und Kristin Narr 2016 herausgegebenes Buch: „Making-Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen. Handbuch zum kreativen digitalen Gestalten“. Auf gut 250 Seiten sammeln die Autorinnen und Autoren in Schritt-für-Schritt-Anleitungen Ideen und Projekte für verschiedene Alters- und Erfahrungsstufen.
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Marketing-Buzzword für die Praxis: „earned media“

Social Media in Organisationen heißt häufig: Wir machen eine Facebook-Seite, dort posten wir Dinge. In der Regel funktioniert das mittelgut. Professionalisierung der Social-Media-Strategie heißt oft: Wir stellen jemanden ein, der*die das macht oder wir investieren in Facebook-Werbung.

In Marketing-Buzzwords ausgedrückt: Eigene Inhalte sind „owned media“, per Werbemittel promotete „payed media“. Das Problem: Eine konsequente, dauerhafte Content-marketing-Strategie, die auf owned media setzt, ist teuer und hat in der Regel sehr viel Konkurrenz. Payed media muß – Überraschung! – auch bezahlt werden.

Dabei ist die Stärke einer Mitgliederorganisation, also auch von Jugendverbänden, genau das: Mitglieder, die von ihrem Verband begeistert sind. In Kommunikationskonzepten kommen sie aber in der Regel nur als Empfänger*innen von Kommunikation vor, nicht als Sender*innen und Produzent*innen. „Marketing-Buzzword für die Praxis: „earned media““ weiterlesen