#BKDJvernetzt besucht iRights

Verbraucherschutz – ich gebe es zu: Dieses Wort langweilt mich. Normalerweise. Die Menschen von iRights, vor denen wir gerade sitzen, erzählen aber etwas von digitalem Verbraucherschutz: „Wir setzen uns für die digitale Mündigkeit des Einzelnen ein!“. Jetzt werde ich hellhörig.

© iRights.info

Im Rahmen der „Digitalexkursion #BDKJvernetzt“ besuchten wir (eine Gruppe von BDKJlerInnen) eine Reihe von zivilgesellschaftlichen Akteuren aus der digitalen Welt. Ich gebe es offen und ehrlich zu: Von iRights hab ich zwar schon mal was gelesen, aber was die im Detail machen, wusste ich nicht. Das hat sich jetzt geändert:

Die Informationsplattform irights.info gibt es schon seit 2005. Inhaltliches Schwerpunktthema war schon immer alles rund ums Thema Urheberrecht, beleuchtet aus verschiedene Perspektiven und vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Herausforderungen. Zu iRights gehört inzwischen z.B. auch das iRights.Lab, ein Think Tank für die digitale Welt und iRights.law, eine auf Rechtsfragen digitaler Medien spezialisierte Anwaltskanzlei.

Während unseres einstündigen Besuchs kam die Rede auf eine Vielzahl von Projekten, die iRights durchführt. Die hier erwähnten sind also nur eine sehr kleine Auswahl. Ein Blick in die Welt von iRights:

ANNA – Das vernetzte Leben

Thema des Projektes sind Künstliche Intelligenz, Algorithmen, Big Data und andere digitale Technologien, die unseren Alltag prägen. ANNA steht beispielhaft für uns User_innen und ist Hauptdarstellerin auf annasleben.de. Sie zeigt uns wie ihr vernetztes Leben aussieht und welche Fragen dies in den Bereichen Wohnen, Einkaufen oder Gesundheit aufwirft. Der Themenbereich Wohnen ist bereits online. Die anderen folgen noch. Wahlweise können die Inhalte übrigens gelesen, angesehen oder angehört werden‐ für jede_n ist also das bevorzugte Medium vorrätig.

ANNA & das vernetzte Leben ist ein großartiges Beispiel dafür wie gut ein Inhalt (hier: Big Data im persönlichen Alltag) über Storytelling transportierbar ist. Davon sollten wir uns eine Scheibe abschneiden. Sowohl von der Auseinandersetzung mit dem Thema Big Data, als auch von der Methode Storytelling!

Projekt „Die neuen Verbraucher“

Hier geht es um Verbraucherschutz, speziell aus der Perspektive von Geflüchteten. Die Grundannahme: Sprachliche Hürden sind besonders hoch und schwer zu nehmen, wenn es um Dinge geht wie eine Kontoeröffnung, die Krankenversicherung oder den Handyvertrag. Geflüchtete sind also im Hinblick auf Verbraucherschutz eine eigene Zielgruppe.

Das Projekt erfindet das Rad nicht komplett neu, vernetzt aber bereits bestehende Angebote und baut inhaltlich aufeinander auf. So wurden z.B. ein großer Teil an bereits existierenden Verbraucherangeboten für Geflüchtete gesammelt und ausgewertet (sog. „Mapping“), diverse Praxis‐Checks und Einzel‐ bzw. Gruppeninterviews mit Geflüchteten durchgeführt. „Die neuen Verbraucher“ wollen dadurch sichergehen, dass die Angebote tatsächlich auch bei den Bedürfnissen der Teilnehmenden ansetzen. Alltagsbotschafter_innen (digital affine Geflüchtete) begleiten das Projekt und sind auf diese Weise Multiplikator_Innen. Eine starke Initiative zur Unterstützung von Geflüchteten – Respekt! Aus den Reihen der Mitglieds‐ und Diözesanverbände des BDKJ fühlen sich sicherlich viele an eigene Initiativen und Projekte mit Geflüchteten erinnert – selbst, wenn diese möglicherweise etwas weniger digital sind 😉

Die Gruppe der Alltagsbotschafterinnen und Alltagsbotschafter, die sich in Zusammenarbeit mit iRights e.V. in diesem Jahr das Thema Verbraucherschutz anschauen. Auf diversen Workshops wird gemeinsam analysiert, welche Informationen Geflüchtete zum Thema benötigen und wie diese digital bereitgestellt werden können. Foto: Andi Weiland

Klicken lohnt sich!

Wer tiefer ins Thema Urheberrecht einsteigen will, sollte sich unbedingt durch iRights.info klicken. Es lohnt sich. Neben der oben erwähnten Rechtsberatung bei iRights.law , empfehle ich eine intenive Beschäftigung mit den verschiednen Projekten der iRights.Lab. Hier wird nicht nur die Frage diskutiert, ob Deutschland einen digitalen Codex braucht, sondern auch diverse Publikationen vorgestellt. Z.B. 3TH1CS – Die Ethik der digitalen Zeit, das diverse ethische Fragestellungen bespricht.

iRights, es lohnt sich!

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