From #hateSpeech to #hopeSpeech – fünf praktische Tipps

Mit dem Projekt NetzTeufel der Evangelischen Akademie zu Berlin beschäftigen wir uns mit Hatespeech, die sich auf das Christentum beruft. Dazu machen wir eigenen Analysen, entwickeln Handlungsstrategien und vernetzen uns mit Aktiven aus kirchlichen und kirchennahen Einrichtungen. In unserer Social‐Media‐Analyse haben wir danach geschaut, ob es sich wiederholende erzählerische Bausteine gibt, mit denen im Namen des christlichen Glaubens die Abwertung von Personengruppen legitimiert wird (gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit).

Netzteufel
(Quelle: Netzteufel)

Wir suchen nach Formen gelebter Nächstenliebe im Netz, denen wir das Kunstwort #hopeSpeech gegeben haben. Alle Menschen können ihren Teil dazu beitragen, dass #hopeSpeech spürbar wird. „From #hateSpeech to #hopeSpeech – fünf praktische Tipps“ weiterlesen

Solidarität per „blauem Daumen“: Verbandsbook vs. Verbandsgram

Ich beobachte eine gewisse „Likearmut“ auf Facebook. Mein Eindruck ist, dass die meisten von uns (uns = der Dunstkreis von Verantwortungsträger*nnen in den Mitgliedsverbänden und Gliederungen des BDKJ) beim gegenseitigen Liken und Kommentieren der Inhalte unserer Fan‐Seiten zurückhaltend sind. Das ist ausgesprochen tragisch, hilft doch jeder Like, Kommentar und Share dabei die Reichweite unserer Beiträge zu erhöhen.

© pixabay / geralt

Wir haben doch sicherlich alle das gemeinsame Ziel, dass unsere Inhalte und Themen von möglichst vielen Menschen wahrgenommen werden und dadurch unsere Filterblasen zumindest ein klein wenig durchbrochen werden. Abgesehen von ein paar Ausnahmen, wie z.B. beim Blogartikel von Paul Rögler, der auf Manfred Spitzers Thesen zum jugendlichen Medienkonsum antwortet, oder dem deutlichen Kommentar der KjG LAG Bayern, der sich ganz tagesaktuell zur „Kreuz‐Pflicht“ in Bayerischen Behörden äußert, vermisse ich die meiste Zeit eine gegenseitige Untersetzung im „Verbandsbook“ unserer Fan‐Seiten. Grund hierfür kann nicht nur der ominöse Facebookalgorithmus sein, den man sonst für so Vieles verantwortlich macht.

Im Gegensatz zu facebook, verhält sich die (katholische) Jugendverbandsarbeitsblase auf Instagram ziemlich kollegial. Ich mache die Erfahrung, dass in diesem Netzwerk selbstverständlich geliket und kommentiert wird. Hier begegnet man sich mit großem Wohlwollen und Humor. Die gegenseitige Unterstützung klappt also auf Instagram.

Warum also nicht auch auf Faceboook? Freilich, es sind zwei grundsätzlich verschiedene Ansätze von Netzwerken. Hater und Trolle finden sich eher auf Facebook als auf Instagram. Das liegt u.a. an der jüngeren Zielgruppe, die sich auf Instagram befindet und natürlich auch am Grundkonzept, dass die vorrangige Reaktion auf einen Beitrag eben ein Herz ist. Außerdem ist Instagram in der Tendenz eher unpolitisch.

Wer einen politischen Inhalt auf Facebook teilt oder kommentiert, also sich zu einer oder gegen eine Aussage positioniert, macht sich auch auf eine Art angreifbar. In meiner Verbandsbubble nehme ich die Gruppe derer, die das in Kauf nehmen und bereit sind ihre Meinung, auf Facebook zu verteidigen, als eher klein wahr. Diese müssen wir uns zum Vorbild nehmen!

Ich fordere uns auf, gegenseitig unsere Inhalte und Positionen der Verbandsseiten auf Facebook zu liken, zu kommentieren und zu teilen (ja, natürlich nur dann, wenn wir die auch gut finden, ist doch klar). Ich fordere uns auf, auch im Verbandsbook so solidarisch zu sein, wie es im Verbandsgram schon üblich ist. Mit einer entsprechenden gegenseitigen Unterstützung und Solidarität muss man auch keine Angst vor Hatern oder Trollen haben. Wir müssen hinter unseren Meinungen stehen. Auch digital!

Der Hass ist schon ganz gut organisiert. Es ist bereits überfällig, dass sich auch die (katholische Verbands-)Liebe im Netz organisiert.

5 Ideen für ein „Digitales Ehrenamt“ zum Tag des Ehrenamts

Heute ist der Internationale Tag des Ehrenamts. Seit 1986 erinnern die Vereinten Nationen jedes Jahr am 5. Dezember an die vielen Menschen, die sich ehrenamtlich und freiwillig für die Gemeinschaft engagieren. Und natürlich gibt es auch in digitalen Lebenswelten Ehrenamt: Neben den ganz klassischen Engagementformen sind neue Betätigungsfelder zum aktiv sein entstanden.

"NDR Sommertour 02.08.2014" (CC BY 2.0) by Fabian-Horst.de
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(Bildquelle: NDR Sommertour 02.08.2014″ (CC BY 2.0) by Fabian-Horst.de)

Hast Du Lust auf ein „digitales Ehrenamt“? Wir haben 5 Ideen dafür gesammelt! „5 Ideen für ein „Digitales Ehrenamt“ zum Tag des Ehrenamts“ weiterlesen

WHAT THE F***! – Der Zündfunk‐Netzkongress

Wie mit Populismus, Überwachung, Hass, Privatsphäre, Sexismus, etc. im Netz umgehen? Alte Fragen, wenig neue Antworten. Der Netzkongress köchelte bekannte Themen unter dem Titel „WHAT THE F***!“ beharrlich auf mittlerer Flamme. So nicht neu, aber trotzdem wichtig. DENN DIE SACHE IST NOCH NICHT DURCH! #zf17

© Zündfunk / Bayern2

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Schluss mit Hass – Reichweite für Toleranz! Ein digitaler Selbstversuch des BDKJ Speyer in Social Media

Das Social Media Camp des BDKJ Speyer © BDKJ Speyer

Yeah‐wir sind das Camp! Wir‐ das sind die 13 Camper_innen des BDKJ Speyer, die sich gerade in der virtuellen (und irgendwie auch physisch fühlbaren) Filterblase des „Social‐Media‐Camp Zukunftszeit“ befinden. Leider fehlt uns in regelmäßigen Abständen die nötige Infrastruktur: Weg ist es, das Netz. Schade eigentlich. Gibt uns aber Gelegenheit, zwischen Monitoring und Posting, Schnitt und GIF‐Produktionen ein bisschen von unseren Erfahrungen zu berichten. Wir würden nämlich jetzt, am letzten Camp‐Abend, allen Jugendverbänden ein ähnliches Format empfehlen: Es rockt! „Schluss mit Hass – Reichweite für Toleranz! Ein digitaler Selbstversuch des BDKJ Speyer in Social Media“ weiterlesen

Digitale Lebenswelten, Teil 2 – Rahmen für Verbände, Rahmen für den Diskurs

Searching for the Internet, Iselin, CC-BY-2.0
Foto: „Searching for the Internet“ von Iselin, CC-BY-2.0

Alles Neuland, oder was? Worum geht es eigentlich, wenn von „Digitalen Lebenswelten“ die Rede ist? Ist alles anders? Ist alles so wie früher, nur mit mehr WLAN? Das Netz verändert die Gesellschaft – wie wir miteinander reden, was wir unter öffentlich und privat verstehen, wie wir uns organisieren. Im ersten Teil ging es um den Wandel der Öffentlichkeit vom publizistischen zum privaten. Im zweiten Teil geht es um veränderte Rahmenbedingungen für Organisationen und Rahmen für einen zivilisierten Diskurs – gesetzlich und gesellschaftlich. „Digitale Lebenswelten, Teil 2 – Rahmen für Verbände, Rahmen für den Diskurs“ weiterlesen