Bischöfe auf Twitter – die Diskussion geht weiter

Warum twittern so wenige Bischöfe? Die Frage, die Anna hier im Blog gestellt hat, ist auf große Resonanz gestoßen: Erst hat katholisch.de den Beitrag übernommen, wo er engagiert auf Facebook diskutiert wurde. Heute geht’s in die nächste Runde: Zwei katholisch.de-Redakteure diskutieren über Bischöfe auf Twitter.

Tobias Glenz vertritt die Pro-Seite:
„Nicht jeder Mensch muss auf sämtlichen Kanälen im Internet präsent sein. Doch wer Oberhirte eines Bistums ist, ist auch eine Person des öffentlichen Lebens. Und also solche sollte er auch am öffentlichen Diskurs in den sozialen Netzwerken teilnehmen – so wie es die meisten Politiker, Musiker oder Schauspieler tun. Außerdem hat ein Oberhirte prinzipiell die Pflicht – gerade angesichts immer leerer werdender Kirchenbänke –, seine Schafe durch sämtliche, ihm zur Verfügung stehenden Mittel zu erreichen. Er muss dorthin gehen, wo die Menschen sind – und das ist in der heutigen Zeit nun mal zunehmend das Internet.“

Dagegen argumentiert Gregory Elson:
„Der Impuls ist zu verständlich, immerhin ist der ‚Promi-Faktor’ eines Bischofs mit das wichtigste Asset im kommunikationsstrategischen Arsenal eines Bistums und somit der gesamten katholischen Kirche. Aber eine zu bürokratische Abwicklung eines Bischofs-Accounts durch einen Stab an Medienleuten birgt auch die Gefahr, den ‚Celebrity-Bonus’ zu verspielen. Statt auf Biegen und Brechen die Oberhirten für Social Media zu verpflichten, sollten die kirchlichen Medienprofis das gesamte mediale Spektrum nutzen und die Kommunikation auf die Gesetzmäßigkeiten des jeweils gewählten Kanals abstimmen.“

Die vollständigen Diskussionsbeiträge gibt’s auf katholisch.de – und wie seht ihr das?

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