#bdkjvernetzt – Links der Woche Nr. 7

Coolest @Lamp ever
Coolest @Lamp Ever flickr photo by Tojosan shared under a Creative Commons (BYNCSA) license

Das ging grade nochmal gut! Das EU‐Parlament hat nach einer heißen Debatte und viel, viel Lobbygeld doch noch gegen die Urheberrechtslinie gestimmt und damit Uploadfilter und Leistungsschutzrecht nicht durchgewunken. Jetzt gilt es bis zur nächsten Abstimmung, am Thema dran zu bleiben: Für ein zeitgemäßes Urheberrecht, wie wir es in unserem Grundsatzbeschluss fordern. Unser Link der Woche ist die Dokumentation einer Tagung des Deutschen Frauenrats mit interessanten Perspektiven auf die Digitalität.

Link der Woche

#dfdigital – Gleichstellung in der Digitalisierung“ hieß die Tagung des Frauenrats. „Digitalisierung war bislang eine History. Wir müssen daraus eine Herstory machen oder besser noch eine Non‐Binary‐Story“, sagte dort Barbara Schwarze, Professorin für Gender und diversity in Ingenieurwissenschaften und Informatik. Die Dokumentation der interessanten Veranstaltung gibt’s online.

Auch interessant

  • Hendrik Wieduwilt ist Journalist und Fotograf: Er retweetet Tweets mit Fotos von Kindern vor allem von öffentlichen Veranstaltungen, denen die Eltern wahrscheinlich nicht zugestimmt haben – um zu zeigen, wie absurd es ist, wenn Datenschutzrecht Kinder aus der digitalen Öffentlichkeit verbannt werden.
  • Die dpa hat „Die fünf wichtigsten Grundregeln der Verifikation“ aufgeschrieben: nicht nur für Journalist*innen wichtig, sondern für alle, die gelegentlich Teilen oder Retweeten. Also alle alle.
  • Für mehr 4.0 in der Sozialethik: Bei y‐nachten plädiert Felix Neumann dafür, Digitalität in der Theologie endlich umfassend zu verstehen. „43 Jahre lagen zwischen Kommunistischem Manifest und Rerum Novarum. Seit der ‚Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace’ sind 22 Jahre vergangen – nach kirchlichen Maßstäben also: etwas über Halbzeit für die Digitalenzyklika.“
  • Hubert Wolf arbeitet in seiner Forschung schon umfassend digital: „Ich wäre als Kirchenhistoriker gar nicht denkbar ohne Digitalisierung“, sagt er im Interview seiner Universität – und wünscht sich eine eigene „Digital Theology Münster“.
  • A Look At Social Media Finds Some Possible Benefits For Kids: Eine Studie hat das Mediennutzungsverhalten von Kindern und seine Auswirkungen untersucht – und kommt zu ganz anderen Ergebnissen, als Panikmacher*innen wie Manfred Spitzer das gerne hätten: „The most important thing is that not all screen media is bad, if you want to put it in a nutshell,“ says author Dr. Martin Paulus, the scientific director and president at Laureate Institute for Brain Research in Tulsa, Okla. „There’s a lot of pre‐existing biases that if we expose kids to media, something terrible is going to happen. What we show is that’s not the case.“
  • Sollten Kinder höflich zu Voice‐Assistenten sein? Das Argument dafür: Dann gewöhnen sie sich erst gar nicht daran, auf Bitte und Danke zu verzichten. Das Argument dagegen macht Mike Elgan: The case against teaching kids to be polite to Alexa
  • Google‐Welt und/oder Wikipedia‐Welt: In welcher Welt wollen wir eigentlich leben, fragt Till Westermayer: In der von Konzernen gestalteten, oder in der mit offenen Projekten, an denen alle mitarbeiten können?

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